Willensleistung in Stadtroda sichert dritten Sieg in Folge - Spielbericht


Da war es es endlich soweit. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erkämpften sich unsere Weimarer den dritten Sieg in Serie und das in einem engen Spiel bei mehr als schwierigen Auswärts-Bedingungen.
Ist der Knoten nun geplatzt? Man könnte es meinen, denn nach den Siegen gegen Westvororte (4:3) und Jena (5:1) ist unsere junge Mannschaft erneut dazu in der Lage gewesen, ein schwieriges und enges Spiel für sich zu entscheiden.
"Natürlich bin ich super stolz auf meine Mannschaft. So ein Spiel in der Nachspielzeit zu entscheiden tut extrem gut, das haben die Jungs sich wirklich verdient. Jedoch haben wir uns das Leben wieder selber schwer gemacht, nachdem wir in Überzahl nochmal den Ausgleich kassiert haben. Doch die Jungs haben Moral bewiesen", sagte Trainer Orlamünde nach dem Spiel.

Dabei lief der Start in die Partie so gar nicht nach unseren Vorstellungen. Im ersten Angriff des Spiels traf Routinier Rico Heuschkel und sorgte damit für den frühen Rückstand (2.). Weimar brauchte eine Weile, bis man halbwegs zurecht kam mit dem ohnehin schon winzig kleinen Stadtrodaer Kunstrasen, der zusätzlich mit Schnee bedeckt war. Doch gerade als man besser ins Spiel kam, der nächste Nackenschlag. Florian Sachs kam im Strafraum zu spät und Schiri Feuerstein gab zurecht Elfmeter. Heuschkel trat an, doch hatte nicht mit unserem Elfmeter-Killer Max Stern gerechnet, der den Ball unten rechts aus der Ecke kratzte (9.).
Spätestens jetzt waren wir hellwach und arbeiteten uns immer näher an den Ausgleich. In der 13. Minute war es Manuel Staatz, der im Alleingang auf dem linken Flügel durchbrach und souverän ins lange Eck zum 1:1 traf. Der Ausgleich zum perfekten Zeitpunkt und Weimar war von nun an das bessere Team. Keine fünf Minuten später wird Staatz bei einem Schussversuch so rücksichtslos umgestoßen, dass der Schiedsrichter erneut auf den Punkt zeigte, diesmal für uns. Elferschütze vom Dienst, Moritz Franz, legte sich den Ball zurecht, aber traf nur den linken Pfosten. So ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Pause.

In die zweite Halbzeit starteten wir ähnlich wie in die erste, noch etwas zurückhaltend und überließen Stadtroda das Spiel. Gefährlich wurden wir lediglich durch Fernschüsse von Erik Orlamünde, welcher erst einen Freistoß knapp neben den Kasten setzte und anschließend aus dem Spiel heraus nur den Pfosten traf (50.,57.).  In der 65. Minute passierte dann wohl die Schlüsselszene der zweiten Halbzeit, wenn nicht sogar der ganzen Partie.
Stadtrodas Keeper Niklas Padutsch klärte an der Seitenlinie in höchster Not vor Staatz zum Einwurf. Staatz wollte diesen schnell ausführen und wurde dabei sowohl vom Torwart als auch von Dominik Hoffesommer gehindert. Während der Keeper Staatz nur leicht durch eine Berührung von hinten am Einwurf hinderte, brannten bei Hoffesommer die Sicherungen durch und er riss Staatz zu Boden. Schiri Feuerstein zückte sofort Rot, jedoch für Schlussmann Padutsch. Stadtrodas wilde Proteste führten nicht zum Erfolg, sodass es für uns in Überzahl und für Stadtroda mit dem Ersatzkeeper weiterging.

Daraufhin spielten wir mutiger nach vorn und konnten uns durch einen erneuten Elfmeter von Manuel Staatz zum 2:1 belohnen (79.). Stadtroda gab sich in der Folge nicht auf und konnte  per Konter durch Simon Fuchs auf 2:2 stellen (84.).
Die letzten Minuten der Partie waren dann von viel Hektik geprägt und die sechs Nachspiel-Minuten sollten nochmal für eine dramatische Schlussphase sorgen.
Als Stadtroda fast schon einen glücklichen Punkt in sicheren Händen hielt, segelte plötzlich ein Ball kurz in Stadtrodas Hälfte, Verteidiger Luis Brüheim nahm sich ein Herz und traf per seitlichem Halbholley mit dem Vollspann ins rechte Dreiangel. Auf Weimarer Seite gab es danach kein Halten mehr und am Ende konnte ein durchaus verdienter Auswärtssieg gefeiert werden.

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